Wir, die Schüler, Lehrer und Eltern des Professor-Friedrich-Förster-Gymnasiums, sind uns darüber einig,
dass Schule eine Art von kleinem Gemeinwesen ist: Lehrer verbringen in dieser Gemeinschaft einen beachtlichen
Teil ihres Lebens mit der Ausbildung und Erziehung von Schülern – Kinder erleben hier die sie prägenden
Jahre auf dem Weg zum Jugendlichen und Erwachsenen – Eltern verfolgen und begleiten die Entwicklung ihrer
Kinder. Hier geht es also nicht nur um das gemeinsame Arbeiten, sondern auch um das Zusammenleben von Menschen.
Deshalb wollen wir unserer Schulgemeinschaft ein Programm zur Orientierung geben, das auf unserem Leitbild
„Schule ist Leben, Leben ist Schule“ basiert. Drei Qualitätsziele dieses Leitbildes haben wir als
mittelfristige Aufgaben konkretisiert:
Leistungsorientierung,
Kreativität und
Toleranz.
Das vorliegende Schulprogramm bildet für die Schuljahre 2011/12 und 2012/13 die Arbeitsgrundlage.
Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft verpflichten sich, die Festlegungen nicht nur anzuerkennen, sondern
sie mit ihrem täglichen Tun nach Kräften zu verwirklichen.
Das Prof.-Friedrich-Förster-Gymnasium ging aus der Fusion des Heinrich-Heine-Gymnasiums und des
Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums im Schuljahr 2004/2005 hervor. Auf Beschluss der Gesamtkonferenz und des
Kreistages des Landkreises Börde wurde dem Gymnasium am 3. September 2008 der neue Schulname verliehen. Unser
neu formiertes Gymnasium profitiert vom reichen Erfahrungsschatz, den vielfältigen Traditionen und dem kreativen
Potential dieser beiden Bildungseinrichtungen. Diesem Gedanken trägt das vorliegende Schulprogramm Rechnung.
Das Prof.-Friedrich-Förster-Gymnasium ist ein überwiegend vierzügiges, allgemein bildendes Gymnasium am Standort
Haldensleben mit ca. 700 Schülern. Der Einzugsbereich der Schule erstreckt sich im Wesentlichen im Süden von den
Gemeinden Eichenbarleben und Hermsdorf bis in den Norden nach Calvörde und umfasst neben der Stadt Haldensleben
noch 52 weitere Ortschaften.
Im Schulgebäude, bestehend aus einem Altbau- und einem Neubauteil, sind 32 modern ausgestattete Fach- und
Unterrichtsräume untergebracht. Bibliothek, Aula, Medienraum und Speiseräume mit Cafeteria-Betrieb gehören ebenso zur
Ausstattung wie zweckmäßig eingerichtete Lehrerzimmer und Verwaltungsräume. Der Sportunterricht findet in einer ca. 200m
entfernten modernen Drei-Felderhalle, der Ohrelandhalle, statt.
Zur Konkretisierung der drei ausgewählten Qualitätsziele hat die Gesamtkonferenz eine Impulsgruppe beauftragt.
Diese besteht aus 11 Lehrerinnen und Lehrern des sprachlich-literarisch-künstlerischen, des gesellschaftswissenschaftlichen
und des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeldes und der Schulleiterin. Unter Einbeziehung des
Schulelternrates und aller Kolleginnen und Kollegen hat die Impulsgruppe Merkmale ausgewählt, die das Qualitätsziel
kennzeichnen. Zu jedem Merkmal formulierten die Mitglieder der Impulsgruppe Kriterien, an denen die Erreichung des
Qualitätsziels abzulesen ist. Anschließend ermittelten sie dazugehörige Indikatoren, die konkret benennen, woran zu
erkennen ist, dass das jeweilige Kriterium in die Tat umgesetzt worden ist. In einem weiteren Schritt erfasste die
Impulsgruppe schulische Vorhaben und Maßnahmen, die der Umsetzung der Qualitätsziele dienen sollen.
Die Impulsgruppe beschreibt Handlungsschritte für die festgelegten Schwerpunkte und deren Umsetzung. Dazu organisiert sie
den Dialog im Kollegium, mit Schülern und Eltern, um eine Partnerschaft zwischen den Zielen der Einzelnen und den
konzeptionellen Vorstellungen der Impulsgruppe zu erreichen. Bei der Umsetzung der Qualitätsziele auftretender Qualifikationsbedarf
wird durch sie koordiniert.
Um den Erfolg zu überprüfen, entwickelt die Impulsgruppe geeignete Evaluationsinstrumente und leitet Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit ab.
Die Schwerpunkte der mittelfristigen Schulentwicklung sind wie folgt tabellarisch dargestellt: